Chronik

Kleine Chronik
des

Musikverein "Harmonie" Weyer


gegründet am 1. August 1952
(zusammengestellt von Heinz Schmitz im Juli 2002)

Di Trööt bliiv he!


Der Musikverein fuhr zu einem Auftritt nach Huchem-Stammeln. Für diese für damalige Verhältnisse weite Strecke wurde deshalb ein Bus gemietet, in den zuerst alle Vereinsmitglieder in Weyer einstiegen und der dann noch ein weiteres Mitglied in einem Nachbarort abholen musste. Dieses Mitglied stand schon mit Ehefrau vor dem Haus bereit, das Blas-Instrument lag auf einem Mauer-Pfeiler am Eingang zum Haus.

Als der Bus nun anhielt, stürmte der Wartende direkt darauf zu, sein Instrument auf dem Pfeiler völlig vergessend. Ein Businsasse rief ihm daraufhin laut zu: "He, du häs deng Trööt vejaiße!"

Das hatte die draußen stehende Ehefrau vollständig missverstanden und sie rief: "Nee, isch vaare net möt! Isch bliive hök hee!"


Wer zu spät kommt....der bestraft sich selbst


Bei einem weiteren Auftritt in Huchem-Stammeln wurde nach dem Festzug noch eine feucht-fröhliche Runde beschlossen, die aber nicht zu sehr ausgedehnt werden sollte. Der Gründer und Dirigent des Vereins, Heinrich Josef Schmitz, war zwar nicht mehr auch gleichzeitig Vorsitzender, aber er bestimmte immer noch mit und alle hielten sich an seine Vorgaben. So setzte er hier fest, der Bus solle um 19:00 Uhr abfahren. Wenn dann noch nicht alle anwesend wären, werde maximal bis 19:15 Uhr gewartet und dann ohne Rücksicht auf Zurückbleibende abgefahren.

Aber wer war auch um 19:30 Uhr immer noch nicht da? Einzig und alleine Heinrich Josef Schmitz, der die Frist festgesetzt hatte!

Sein Neffe Peter Huth in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender bestimmte dann: "Der Bus fährt ab! Wer jetzt nicht hier ist, muss sehen, wie er nach Hause kommt!"

In der nächsten Probe hatte der Verein allerdings seinen Dirigenten wieder: Willi Keller, der mit seinem Privat-PKW als Gast nach Huchem-Stammeln gefahren war, brachte ihn noch am selben Abend wohlbehalten wieder mit nach Weyer.

 

25- jähriges Bestehen...

Das Musikfest zum 25-jährigen Bestehen des Musikvereins im Jahre 1977 wurde in großem Maße aufgezogen und es war ein voller Erfolg. 12 Gastvereine beteiligten sich an dem Fest.

Insgesamt acht Mitglieder erhielten beim Festkommers aufgrund ihrer 25-jährigen Mitgliedschaft je eine Urkunde, eine silberne Anstecknadel und einen Blumenstrauß.

Lupe

Der Musikverein 1977

Reihe h.: Norbert Feder, Josef Stoffels, Lothar Werner, Alfons Stoffels, Addi Korth, Ferdi Reinartz, Johann Rosenzweig,

vorletzte Reihe: Ewald Müller, Josef Jung, Paul Lingscheid, Heiner Marmagen, Ralf Werner, Heinz Hamacher, Josef Koziol,

mittlere Reihe: Heribert Vossel, Josef Schmitz, Mario Derichs, Ernst Nießen, Matthias Schallenberg,

vordere Reihe: Peter Huth, Helga Marmagen, Hildegard Scheuren, Adelheid Stracky, Margret Lutterbach, Clemens Stoffels,

kniend: Wolfgang Hamacher





                 ...und ein Abschied für immer

Nachdem der Gründer und Ehrendirigent des Musikvereins, Heinrich Josef Schmitz, im März 1978 seinen 75. Geburtstag feiern konnte und bei dem auch Musikverein, Fanfarencorps und Ortskartell mitwirkten, mussten sich alle im Januar 1980 von ihm verabschieden. Er starb im Alter von 76 Jahren.

Der "Kölner Stadt-Anzeiger” schrieb: "Der Vater wurde er von seinen Musikern genannt und seine Disziplin war allen ein Vorbild. Mit ihm verliert Weyer eine Persönlichkeit, die sich leidenschaftlich für das kulturelle Leben im Dorf eingesetzt hat.”

Bild: H.J.Schmitz an seinem 75. Geburtstag





30- jähriges Bestehen


Das 30-jährige Bestehen des Musikvereins und gleichzeitig das 10-jährige Bestehen des Fanfarencorps feierten beide Vereine gemeinsam im September 1982. Diesmal aber nicht mit Festkommers, Festzug usw., sondern als "Open-air-Festival” mit ganztägigem Platzkonzert der 11 Gast-Vereine.

Die entsprechenden Jubilaren-Ehrungen für 30 bzw. 25 Jahre aktive oder inaktive Mitgliedschaft wurden für acht Mitglieder bei einem Kameradschaftsabend am 11.12.1982 vorgenommen.

 

Noch ein Abschied

Im Jahr  1986 kündigte sich bereits an, daß das Fanfarencorps nicht mehr lange bestehen würde, wenn die Proben nicht besser besucht würden und genügend Mitglieder zu Auftritten bereit wären. Im Jahr 1987 wurde das Fanfarencorps dann schließlich aufgelöst, einige Mitglieder verließen den Verein, einige blieben dem Verein als inaktive Mitglieder treu.

Lupe

Das Fanfarenkorps 1977

hintere Reihe: Josef Naßheuer, Theo Metzen, Theo Reinartz, Hans Peter Schröder, Roswitha Nelles, Christel Hamacher, Elfie Werner, Josef Metzen,

mittlere Reihe: Josef Werner, Rita Huth, Rolf Naßheuer

vorne: Johann Arndt

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