Chronik

Kleine Chronik
des

Musikverein "Harmonie" Weyer


gegründet am 1. August 1952
(zusammengestellt von Heinz Schmitz im Juli 2002)

35-jähriges Bestehen


Am 27. und 28.6.1987 fand ein Musikfest aus Anlass des 35-jährigen Bestehens statt. 17 Gastvereine beteiligten sich diesmal am ganztägigen Platzkonzert.  Die entsprechenden Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft fanden bei einem Kameradschaftsabend am 21.11.1987 statt. Geehrt wurden 6 Mitglieder für 35-jährige, 2 für 30-jährige und 6 für 25-jährige Mitgliedschaft.


Große Reisen


Tages-Ausflüge hatte der Musikverein schon mehrfach unternommen. Vom 3. bis 7.5.1989 wurde erstmals eine mehrtägige Vereinstour veranstaltet. Das Ziel war Samerberg in Bayern, wo auch mit großem Erfolg mehrere Konzerte durchgeführt wurden. Zusätzlich wurden aber auch noch von dort aus Ausflüge nach Salzburg, Bad Reichenhall und Berchtesgaden unternommen.

Vom 21. bis 25.6.1990 veranstaltete der Musikverein erstmalig eine mehrtägige Vereinstour ins Ausland. Das Ziel war diesmal Kauns im Kaunertal in Österreich mit Teilnahme am Musikfest aus Anlass des 35-jährigen Bestehens der Musikkapelle Kauns.

40-jähriges Bestehen


Ein Musikfest zum 40-jährigen Bestehen fand in der bewährten Methode als ganztägiges Platzkonzert mit 12 Gastvereinen am 12. und 13.9.1992 statt.

Die entsprechenden Ehrungen wurden bei einem Kameradschaftsabend am 21.11.1992 vorgenommen. Urkunden für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten 4 aktive Mitglieder, für 25-jährige Mitgliedschaft 1 aktives Mitglied und 5 inaktive Mitglieder.

 

Begebenheiten zwischendurch


Das Bariton spielt eine Etage tiefer

Der Musikverein mußte bei einem seiner vielen Auftritte bei einer Veranstaltung in Eiserfey im Zelt auf der Bühne spielen.

Als alle Musiker ihre Stühle und Notenständer aufgestellt hatten, stellte man fest, dass für den Dirigenten kein Platz mehr vorhanden war, weil die Bühne etwas klein geraten war. Alle Musiker mussten deshalb etwas nach hinten zusammenrücken. Plötzlich fehlte der Baritonist Matthias Schallenberg.

Des Rätsels Lösung: Die Bühnenarbeiter hatten vergessen, um die Bühne eine Brüstung zu bauen und so war der Baritonist mit seinem Stuhl nach hinten zwischen Bühne und Zeltbahn eine Etage tiefer verschwunden. Glücklicherweise blieb er aber völlig unverletzt und konnte bei der Veranstaltung weiter mit musizieren, und zwar auf der Bühne.


Vom Winde verweht


Für einen Auftritt beim Musikfest in Floisdorf hatte man ein Solo-Stück für Klarinetten einstudiert, den "Klarinetten-Muckl”. Bei der Generalprobe klappte alles einwandfrei und jeder war sich sicher: das wird ein Bomben-Erfolg.

Doch man hatte die Rechnung ohne den Floisdorfer Wind gemacht. Die Vorträge fanden nicht wie erwartet im Zelt statt, sondern im Freien.

Nachdem sich alle gut postiert hatten und der Einsatz gegeben war, bliesen vorne in der ersten Reihe die Klarinetten ihr Solo, der Bassist in der letzten Reihe bekam aber die vom Winde verwehten leisen Töne dieser Instrumente nicht mit. Es war also nur eine Frage der Zeit, wann der Bass nicht mehr mit dem Takt der Solo-Instrumente übereinstimmte.

Der Dirigent versuchte daraufhin, den Bass wieder zum richtigen Takt zu bewegen, mit dem Erfolg, dass der Bassist meinte, er müsse schneller spielen. Und so geriet der Vortrag vollständig aus dem Takt. Nun hatte aber der Wind selbst ein Einsehen und blies den Solisten die Notenständer um. Somit blieb dem Dirigenten nichts anderes übrig, als den Vortrag als beendet zu betrachten.

Daraufhin wurde ein zünftiger Marsch als Gegenoffensive zum Wind geblasen und der Vortrag kam doch noch zu einem guten Schluss!

Bei uns geht nichts verloren


In den 70er Jahren musste der Musikverein zum Volkstrauertag am Krieger-Ehrenmal,  das damals hinter dem heutigen Kindergarten stand, spielen.

Kurze Zeit später im Vereinslokal stellte Peter Huth fest, dass seine Armbanduhr nicht mehr dort war, wo sie eigentlich hingehörte und dass er diese vermutlich im hohen Gras vor dem Ehrenmal verloren hatte. Noch am selben Abend suchte er in der Dunkelheit mit dem Feuerzeug die Gegend ab, doch er fand nichts, die Uhr war verschwunden.

Im Laufe des folgenden Jahres ging er immer wieder einmal am Ehrenmal vorbei, doch auch dabei fand er seine Uhr nicht wieder.

Ein Jahr später, wieder am Volkstrauertag, stand der Musikverein etwa an der gleichen Stelle wie im Vorjahr.

Peter Huth scharrte mit seinem Fuß den ca. 5 cm hoch liegenden Schnee weg und sagte: "Hier habe ich im vergangenen Jahr meine Uhr verloren."

Und siehe da: Dort lag die tickende Uhr unter dem Schnee und zeigte, da sie vor Jahresfrist mit einer neuen Batterie versorgt worden war, sogar die richtige Zeit an!

 

Leitungswechsel


Die Leitung des Musikvereins hatte Clemens Stoffels seit 1972 übernommen. 1991 musste er sich aus gesundheitlichen Gründen dabei einschränken, die Leitung des Vereins übernahm deshalb vorübergehend Addi Korth.

Ab 1992 war Clemens Stoffels aber wieder einsatzfähig. Er leitete den Verein bis zum Jahre 1995. Nachdem er die Leitung an Peter Züll übergeben hatte, wurde er auf Vorschlag des Vorstandes einstimmig zum Ehrendirigenten ernannt.

Peter Züll wohnt im Nachbarort Vollem und war Trompeter beim traditionsreichen Musikkorps der Bundeswehr in Siegburg. Er führte den Musikverein zu bisher ungeahnten Leistungen. Peter Züll leitet den Musikverein seit dem Mai 2002.

So kam z.B. unter seiner Leitung Heinz Stoltz als Sänger zum Einsatz............






.........das 45-jährige Bestehen des Musikvereins im Jahr 1997 wurde in großem Umfang sehr erfolgreich durchgeführt..........

Das Festkomitee beim Vorbeimarsch beim Musikfest 1997





.........zum Jahreswechsel 1998/1999 wurde eine CD aufgenommen. Der Saal Hochgürtel wurde zu diesem Zweck in ein Tonstudio umgebaut. Die CD trägt den Namen "Musik für unsere Freunde"...........

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